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SUMMARY:Informatik – Mitten in der Gesellschaft
DESCRIPTION:Informatiksysteme sind fester Bestandteil der Gesellschaft gewo
 rden. Damit sind sie nicht nur rein technische Systeme und müssen in ihren 
 gesellschaftlichen Kontexten geplant, entworfen und konstruiert werden. Es 
 liegt auch in der Verantwortung der Informatik, sich mit den Zielen, Wirkun
 gen und Folgen der von ihr gebauten Systeme auseinander zu setzen.  Im Ansc
 hluss an die GI-Jahrestagung an der Technischen Universität Berlin lädt der
  Fachbereich »Informatik und Gesellschaft« am 8. Oktober zu einem eintägige
 n Symposium ein, um über gesellschaftliche Dimensionen von Informatiksystem
 en und ihre Bedeutung für die Disziplin Informatik zu sprechen. Veranstaltu
 ngsort ist die Humboldt-Universität zu Berlin, mitten in Berlin.  Angeboten
  werden Workshops zu den Themen Computer als Medium, Frauen und Informatik,
  Informatik- und Computergeschichte, Informatik und Dritte Welt, Informatik
  und Ethik, Elektronische Demokratie und Langzeitarchivierung.  Die Veranst
 altung richtet sich ausdrücklich an Informatikerinnen und Informatiker, die
  ihre Tätigkeit als gesellschaftliche Aufgabe verstehen und die Informatik 
 an einem Ort sehen: Mitten in der Gesellschaft.\n\n \n\nDie Workshops\n\nIn
 formatik und Ethik\n\nPut the Wiki back in Wikileaks! Die Ursprungsidee von
  Wikileaks war das kollaborative Aufdecken von politischen Skandalen und et
 hisch fragwürdigen Machenschaften, die für die Öffentlichkeit relevant sein
  könnten. Diese Idee wurde zu Gunsten einer internationalen Zusammenarbeit 
 mit ausgewählten Presseverlagen aufgegeben. Der Fokus liegt mittlerweile au
 f großen reißerischen Themen. Dabei wurden Entscheidungen – wie das Redigie
 ren und die Auswahl der Depeschen – Journalisten und Einzelpersonen übertra
 gen. Das hat auch ethische Konsequenzen. Wer träfe solche Entscheidungen im
  kollaborativen Fall, wie zum Beispiel im VroniPlagWiki? Wie müsste ein kol
 laboratives System beschaffen sein, das mit solchen sensiblen Daten umgehen
  kann? Wie kann zum Beispiel der Schutz der Informanten gewährleistet werde
 n? Wir wollen im Workshop zentrale Themen ansprechen und mögliche Anforderu
 ngen diskutieren.\n\n \n\nInformatik und Dritte Welt\n\nStärkung der IT in 
 der Gesellschaft in Entwicklungsländern Strengthening IT in societies in de
 veloping countries  Die IT durchdringt Gesellschaften auch in Entwicklungsl
 ändern immer stärker. Inwiefern die importierten Technologien nützlich für 
 die Gesellschaft sind, hängt davon ab, wie sie in diesen Gesellschaften auf
 genommen werden. Zusammen mit geladenen internationalen Gästen wollen wir a
 m Beispiel Afghanistan diskutieren wie durch ein Klima von Akzeptanz, Veran
 twortung, Vertrauen und  Sicherheit die Voraussetzungen für einen nachhalti
 gen Einsatz von IT für die Gesellschaft geschaffen werden kann. Gemeinsam m
 it dem stellvertretenden Minister für Höhere Bildung in Afghanistan, Prof. 
 Babury, und dem Dekan der Informatik-Fakultät der Universität Kabul, Prof. 
 Naseri, wollen wir ein Konzept für eine afghanische IT-Fachgesellschaft era
 rbeiten.\n\n \n\nComputer als Medium\n\nRadio\n\nEinführung und Themenaufri
 ss Wolfgang Coy, Humboldt-Universität zu Berlin  "… DVD, DVB-T, Blu-Ray, HD
 -Ready, Full-HD, 3D-HD …. wie Markt und Technik dem Content und den Zuschau
 ern davongelaufen sind" Alexander von Lukowitz, Jutta Doberstein und Dennis
  Straub, Leuphana Universität Lüneburg.  "Das öffentlich-rechtliche Radio u
 nd das Internet" Volker Grassmuck, Humboldt-Universität zu Berlin und Leuph
 ana Universität Lüneburg  "Next.rad.io" - Über die Frage, ob Medien (z.B. d
 as Radio) an Geräte gebunden sind oder eher nicht? Wolfgang Hagen, Deutschl
 andradio und Humboldt-Universität zu Berlin\n\n\n\nLangzeitarchivierung\n\n
 Link zur Workshop-Ankündigung.\n\nWie können wir sicherstellen, dass digita
 le Kulturgüter von heute auch in Zukunft noch rezipierbar sind? Bei der Lan
 gzeitarchivierung digital vorliegender Informationen stellen sich viele neu
 e Probleme. Vor allem für komplexe digitale Artefakte (z. B. Applikationen)
  bildet in der Regel nur die Emulation eine sinnvolle Erhaltungsstrategie, 
 da eine Migration in neue Datenformate nur mit einem sehr hohem Aufwand und
  unter signifikanter Veränderung des zu erhaltenden Codes möglich ist. Der 
 Arbeitskreis Langzeitarchivierung / Software-Emulation widmet sich daher de
 r Erforschung offener Fragen zur Emulation als Bewahrungskonzept. In dem zw
 eistündigen Workshop folgen nach einer Einführung in die Thematik Vorträge 
 über die Probleme, denen eine Kulturinstitution wie beispielsweise das Comp
 uterspielemuseum Berlin gegenüber steht. Es werden Strategien und Bewahrung
 skonzepte diskutiert. Dabei werden auch praxisnahe Lösungsvorschläge an kon
 kreten Beispielen vorgestellt. In der anschließenden Diskusstion besteht fü
 r die Teilnehmer die Möglichkeit, bestehende Emulations- und Datentransferl
 ösungen vor Ort auszuprobieren.\n\n\n\nFrauen und Informatik\n\nFolgende Th
 emen haben wir vorbereitet und können je nach Interesse der Workshop-Teilne
 hmenden behandelt werden:\n\n 	Die Fachgruppe Frauen und Informatik stellt 
 sich vor 	Darstellen verschiedener Projekte, an denen die Fachgruppe beteil
 igt ist, 	z. B. mehr Frauen in Führungspositionen, MINT-Projekte, Gender in
  der Lehre 	Aufzeigen und Diskutieren von Karriere-Tipps und -Fallstricken 
 für Frauen 	was nützt gendergerechte Sprache und wie wird sie im Informatik
 bereich angewendet \n\n\n\nElektronische Demokratie\n\nDer Arbeitskreis e-D
 emokratie der GI beschäftigt sich mit der Analyse und Gestaltung von ICT-un
 terstützten demokratischen Prozessen. Dabei geht es nicht nur um etablierte
  Themen wie Wahlmaschinen, e-Voting, Online-Petitionssysteme und Bürgerpart
 izipation in Stadtentwicklungsprozessen, sondern auch um die Betrachtung un
 d Unterstützung von Prozessen der Zivilgesellschaft im Rahmen neuer Interak
 tionsmöglichkeiten in Sozialen Netzwerken,  mit mobilen und ortsbezogenen S
 ervices sowie weiteren Technologien des Web 2.0, die wir in diesem Zusammen
 hang als 'Societyware' adressieren.  Wir wollen im Rahmen dieses Workshops 
 Informationen über die bisherige Arbeit des Arbeitskreises geben (Beweggrün
 de, Verlaufsgeschichte, Events, Themen, Fragestellungen etc.). Dem soll sic
 h interaktiv ein gemeinsames Nachdenken anschließen, welche Themen aus dem 
 Spektrum des Arbeitskreises in naher Zukunft dringlich und wichtig sind und
  im Rahmen eines Workshops im Jahre 2012 bearbeitet werden sollen.
LOCATION:Humboldt-Universität zu Berlin
DTSTAMP:20180820T113254Z
DTSTART:20111008T080000Z
DTEND:20111008T153000Z
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