Die Workshops

Informatik und Ethik

Put the Wiki back in Wikileaks!
Die Ursprungsidee von Wikileaks war das kollaborative Aufdecken von
politischen Skandalen und ethisch fragwürdigen Machenschaften, die für
die Öffentlichkeit relevant sein könnten. Diese Idee wurde zu Gunsten
einer internationalen Zusammenarbeit mit ausgewählten Presseverlagen
aufgegeben. Der Fokus liegt mittlerweile auf großen reißerischen Themen.
Dabei wurden Entscheidungen – wie das Redigieren und die Auswahl der
Depeschen – Journalisten und Einzelpersonen übertragen. Das hat auch
ethische Konsequenzen. Wer träfe solche Entscheidungen im kollaborativen
Fall, wie zum Beispiel im VroniPlagWiki? Wie müsste ein kollaboratives
System beschaffen sein, das mit solchen sensiblen Daten umgehen kann?
Wie kann zum Beispiel der Schutz der Informanten gewährleistet werden?
Wir wollen im Workshop zentrale Themen ansprechen und mögliche
Anforderungen diskutieren.

Informatik und Dritte Welt

Stärkung der IT in der Gesellschaft in Entwicklungsländern
Strengthening IT in societies in developing countries


Die IT durchdringt Gesellschaften auch in Entwicklungsländern immer stärker. Inwiefern die importierten Technologien nützlich für die Gesellschaft sind, hängt davon ab, wie sie in diesen Gesellschaften aufgenommen werden. Zusammen mit geladenen internationalen Gästen wollen wir am Beispiel Afghanistan diskutieren wie durch ein Klima von Akzeptanz, Verantwortung, Vertrauen und  Sicherheit die Voraussetzungen für einen nachhaltigen Einsatz von IT für die Gesellschaft geschaffen werden kann. Gemeinsam mit dem stellvertretenden Minister für Höhere Bildung in Afghanistan, Prof. Babury, und dem Dekan der Informatik-Fakultät der Universität Kabul, Prof. Naseri, wollen wir ein Konzept für eine afghanische IT-Fachgesellschaft erarbeiten.

Computer als Medium

Radio

Einführung und Themenaufriss
Wolfgang Coy, Humboldt-Universität zu Berlin

"… DVD, DVB-T, Blu-Ray, HD-Ready, Full-HD, 3D-HD …. wie Markt und Technik dem Content und den Zuschauern davongelaufen sind"
Alexander von Lukowitz, Jutta Doberstein und Dennis Straub, Leuphana Universität Lüneburg.

"Das öffentlich-rechtliche Radio und das Internet"
Volker Grassmuck, Humboldt-Universität zu Berlin und Leuphana Universität Lüneburg

"Next.rad.io" - Über die Frage, ob Medien (z.B. das Radio) an Geräte gebunden sind oder eher nicht?
Wolfgang Hagen, Deutschlandradio und Humboldt-Universität zu Berlin

Langzeitarchivierung

Link zur Workshop-Ankündigung.

Wie können wir sicherstellen, dass digitale Kulturgüter von heute auch in Zukunft noch rezipierbar sind?
Bei der Langzeitarchivierung digital vorliegender Informationen stellen sich viele neue Probleme. Vor allem für komplexe digitale Artefakte (z. B. Applikationen) bildet in der Regel nur die Emulation eine sinnvolle Erhaltungsstrategie, da eine Migration in neue Datenformate nur mit einem sehr hohem Aufwand und unter signifikanter Veränderung des zu erhaltenden Codes möglich ist. Der Arbeitskreis Langzeitarchivierung / Software-Emulation widmet sich daher der Erforschung offener Fragen zur Emulation als Bewahrungskonzept.
In dem zweistündigen Workshop folgen nach einer Einführung in die Thematik Vorträge über die Probleme, denen eine Kulturinstitution wie beispielsweise das Computerspielemuseum Berlin gegenüber steht. Es werden Strategien und Bewahrungskonzepte diskutiert. Dabei werden auch praxisnahe Lösungsvorschläge an konkreten Beispielen vorgestellt. In der anschließenden Diskusstion besteht für die Teilnehmer die Möglichkeit, bestehende Emulations- und Datentransferlösungen vor Ort auszuprobieren.

Frauen und Informatik

Folgende Themen haben wir vorbereitet und können je nach Interesse der Workshop-Teilnehmenden behandelt werden:

  • Die Fachgruppe Frauen und Informatik stellt sich vor
  • Darstellen verschiedener Projekte, an denen die Fachgruppe beteiligt ist,
  • z. B. mehr Frauen in Führungspositionen, MINT-Projekte, Gender in der Lehre
  • Aufzeigen und Diskutieren von Karriere-Tipps und -Fallstricken für Frauen
  • was nützt gendergerechte Sprache und wie wird sie im Informatikbereich angewendet

Elektronische Demokratie

Der Arbeitskreis e-Demokratie der GI beschäftigt sich mit der Analyse und Gestaltung von ICT-unterstützten demokratischen Prozessen. Dabei geht es nicht nur um etablierte Themen wie Wahlmaschinen, e-Voting, Online-Petitionssysteme und Bürgerpartizipation in Stadtentwicklungsprozessen, sondern auch um die Betrachtung und Unterstützung von Prozessen der Zivilgesellschaft im Rahmen neuer Interaktionsmöglichkeiten in Sozialen Netzwerken,  mit mobilen und ortsbezogenen Services sowie weiteren Technologien des Web 2.0, die wir in diesem Zusammenhang als 'Societyware' adressieren.

Wir wollen im Rahmen dieses Workshops Informationen über die bisherige Arbeit des Arbeitskreises geben (Beweggründe, Verlaufsgeschichte, Events, Themen, Fragestellungen etc.). Dem soll sich interaktiv ein gemeinsames Nachdenken anschließen, welche Themen aus dem Spektrum des Arbeitskreises in naher Zukunft dringlich und wichtig sind und im Rahmen eines Workshops im Jahre 2012 bearbeitet werden sollen.